Mehr natürliches Grün in unserer Stadt – heimische Arten schützen, Umfeld verschönern

Gastbeitrag, erschienen in “Flingern aktuell” Ausgabe 09/12

Natur in den Städten wird immer wichtiger: als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, als Erholungsraum, zur Verbesserung des Stadtklimas und als urbane Lebensqualität für den Menschen. Zum Schutz der Natur gilt es, die biologische Vielfalt konsequent zu schützen und der Entwicklung von Wildnis Räume zu geben. In unserer Stadt gibt es u.a. immer weniger Schmetterlinge und Bienen, letztere sind akut bedroht. Wir halten es für wichtig, dieser Entwicklung durch das Anlegen von Wildblumenwiesen an kleineren Grünflächen und Wegrändern entgegen zu wirken. Durch das Aussäen von Blumensamen können Rasenstreifen und hässliche Brauchflächen wieder natürliche Nahrungsquellen werden. Die Wildblumenwiese der Stadtwerke am Höherweg oder an der Verkehrsinsel an der Cranachstraße sind hierfür ein gutes Beispiel. Ein Besuch lohnt sich, denn es dient nicht nur dem Naturschutz sondern ist auch optisch ansprechender als ein öder Grünstreifen. Artenvielfalt zu erhalten sowie Bewusstsein und Sensibilität für die Natur zu schaffen, kann auch durch kleine Schritte und kleinteilige Lösungen erreicht werden. Für den Bezirk insgesamt, aber besonders für das dicht besiedelte Flingern, fordern wir deshalb mehr Grünflächen, naturnahe Gewässer, Stadtbäume, Gärten und Parkanlagen. Auch die Begrünung von Dächern und Fassaden muss ernsthaft vorangetrieben werden, denn dies würde ganze Häuserblocks verschönern, klimaschädliche Emissionen einsparen und Energiekosten senken. In der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung werden wir deshalb einen entsprechenden Antrag einbringen.

Einige BürgerInnen nehmen die Begrünung ihres Umfelds inzwischen selbst in die Hand: „Guerilla Gardening“ ist sehr beliebt und an einigen Baumscheiben sind die Werke der Gartenguerilla bereits zu bewundern. Mit heimischen Samengut und etwas Ton- und Blumenerde lassen sich auch schwer erreichbare Ecken verschönern – probieren Sie es doch auch mal aus und verschönern Sie die Baumscheibe vor Ihrer Tür oder begrünen Sie eine Brachfläche in Ihrer Nähe!

Veröffentlicht unter Flingern | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Anfrage in der BV2: Werbung für das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung

Unsere Anfrage im Wortlaut:

Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung wird auch in Düsseldorf nach wie vor wenig nachgefragt. Das liegt u. a. daran, dass dafür nicht ausreichend bei Eltern, Kindern und den MultiplikatorInnen aus Kinder- und Jugendhilfeinrichtungen, Schulen und kulturellen Einrichtungen, Vereinen usw. geworben bzw. für die Antragstellung motiviert wurde.

Wir wollen klären, mit welchen Aktivitäten in unserem Stadtbezirk hier nachgeholfen werden kann. Hierzu bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung am 12. 7. 11 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie ist die Differenz zwischen der Zahl der potentiell Berechtigten und der tatsächlichen Antragstellenden und was hat die Verwaltung konkret unternommen, um über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu informieren und es den Antragsberechtigten sowie den MultiplikatorInnen und den „Anbietern“ so leicht wie möglich zu machen, sich über die Möglichkeiten des BuT zu informieren bzw. die Leistungen zu beantragen?

2. Was könnte noch getan werden, um in unserem Stadtteil aktiver und ansprechender für die Möglichkeiten des BuT zu werben bzw. auch unter direkter Ansprache der Eltern zur Beantragung zu motivieren?

3. Sind der Verwaltung Bildungs-, Kultur-, Musik- und Sportangebote im Stadtteil bekannt, die durch den Bildungsgutschein voll umfänglich finanziert werden könnten bzw. wie hoch wäre in der Regel der „Selbstzahlungs-Anteil“ und gibt es (beispielsweise in den Kindertagesstätten und Schulen) Listen oder konkrete Hinweise, welche Bildungs-, Kultur- und Sportangebote wie teuer sind und in welcher Höhe gefördert werden können?   TOP Vorlage 172/ 101/2011  Seite 2 von 2 RSD Vorlage

Begründung:

Jedem Kind aus einer „Hartz-IV“-Familie oder einer Geringverdienerfamilie stehen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets 26 Euro im Monat für ein Schulmittagessen zu. Daneben können monatlich 10 Euro für den Musikunterricht und/oder beispielsweise Vereinsportangebote abgerufen werden. Noch bis zum 31.7.2011 können die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket rückwirkend für 2011 beantragt werden. Es muss nun zügig und aktiv für die Antragstellung geworben werden.

gez. Jens Petring
Fraktionssprecher

weitere Infos zur BV2 gibt´s hier http://www.duesseldorf.de/bv/02/index.shtml

Veröffentlicht unter Flingern | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Antrag in der BV2: Sachstandsbericht S-Bahnhof Wehrhahn

Antrag in der BV2: Sachstandsbericht S-Bahnhof Wehrhahn

Unser Antrag im Wortlaut

Die Bezirksvertretung 2 bittet die Verwaltung, zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung einen ausführlichen Bericht zum S-Bahnhof Wehrhahn und zu aktuellen Planungen zu geben. Dabei soll insbesondere auf den Zugang von der Ackerstraße eingegangen werden unter dem Gesichtspunkt einer Verbesserung für die Fahrgäste hinsichtlich Sicherheit und Barrierefreiheit.

Sachdarstellung:

Der S-Bahnhof liegt geographisch zwar nicht in unserem Stadtbezirk, gleichwohl nutzen viele AnwohnerInnen des Stadtbezirks 2 diesen Bahnhof jeden Tag. Die Bahnsteige und die Zugänge sind in einem jämmerlichen Zustand. Insbesondere der Zugang von der Ackerstraße ist eine Zumutung. Hier muss dringend etwas passieren.

gez. Jens Petring             gez. Martin-S. Abel

weitere Infos zur BV 2 unter http://www.duesseldorf.de/bv/02/index.shtml

Veröffentlicht unter Flingern | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Antrag in der BV 2: FußgängerInnenüberweg Rethelstraße

Unser Antrag für  im Wortlaut:

Die Bezirksvertretung 2 bittet die Verwaltung, auf der Rethelstraße zwischen den Hausnummern 130 und 169 einen weiteren Fußgängerüberweg einzurichten.

Sachdarstellung:

Die Rethelstraße ist eine der umsatzstärksten und beliebtesten Einkaufsstraßen im Stadtbezirk. Zu Spitzenzeiten ist immer wieder zu beobachten, dass viele FußgängerInnen den Weg zur nächsten Ampel scheuen und sehr oft unachtsam über die unübersichtliche (Bahnverkehr, Autos, uneinheitliche Fahrbahndecke) Straße eilen. Für die Sicherheit und für eine bessere Einkaufsatmosphäre sollte ein weiterer Übergang für Entspannung sorgen.

gez. Jens Petring          gez. Martin-S. Abel
Fraktionssprecher

Der Antrag wurde leider abgelehnt. Weitere Infos zur Bezirksvertretung 2 unter http://www.duesseldorf.de/bv/02/index.shtml

Veröffentlicht unter Flingern | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gastbeitrag: Leerstand wegen Untätigkeit – über die Wohnsituation in Flingern

Mein Gastbeitrag auf dem großartigen Blog aus Flingern: Flingern.net (gibt es auch als App!)

Ein Blick auf den Leerstandsmelder der Bewegung „Freiräume für Bewegung“ zeigt eine Reihe von Leerständen in Flingern auf. Verglicheçn mit den Meldungen in anderen Stadtbezirken, gibt es in Flingern davon sehr viel. Wahrscheinlich hängt dies mit der immensen Nachfrage nach günstigen Kreativräumen, aber auch Wohnungen zusammen – schließlich hängen an jedem Ampelmast Gesuche nach Wohnungen oder Ateliers mit hohen „Kopfprämien“ bei erfolgreicher Vermittlung. So fällt es  besonders auf, wenn irgendwo etwas ungenutzt bleibt und umso unverständlicher scheint es dann, wenn sich bei einigen Objekten seit Jahren merklich nichts bewegt.

So zum Beispiel auf der Ecke Erkrather / Kettwiger Straße: schon seit mehreren Jahren werden die Räumlichkeiten nicht mehr genutzt, weder von der Nürnberger Versicherung, noch von der Sparkasse oder dem China-Supermarkt. Letztere hinterließen Räumlichkeiten, die besonders als Ausstellungs- und Proberäume, oder Ateliers geeignet wären, denn diese sind in Sachen Brandschutz, Flucht- und Rettungswege gut ausgestattet und auch die Verkehrsanbindungen mit U- und Straßenbahnen sind sehr gut. Also fragten wir in der Bezirksvertretung bei der Stadtverwaltung nach, ob diese tote Ecke nicht wiederbelebt werden könnte, indem dort eine wie auch immer geartete Zwischennutzung ermöglicht wird. Nachfrage und Gesuche gibt es schließlich en masse.

Nachdem die erste Auskunft darauf hindeutete, dass mit diesem Objekt so schnell nichts passieren wird, hat die Bezirksvertretung auf unsere Initiative interfraktionell einen Auftrag an die zuständigen Ämter gegeben, mit dem Eigentümer in Verbindung  zu treten und in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt eine Zwischennutzung zu gewährleisten oder mindestens zu prüfen. Dementsprechend große Erwartungen hatten wir an die Antwort der Verwaltung: wir alle rechneten damit, dass hier endlich was passieren würde, stehen doch alle politischen Kräfte im Bezirk dahinter.

Doch Fehlanzeige: die Verwaltung teilte uns eine Sitzung später mit, dass es eine Bauvoranfrage gäbe und eine Zwischennutzung nicht möglich sei, da hierzu „keine Anträge vorliegen“. Diese Antwort war nicht nur ungenügend, sie warf auch Fragen auf: die Leerstände sind bekannt und sogar mit Foto dokumentiert. Weshalb gibt es seitens der Verwaltung aber keine eigenständigen Aktivitäten und warum ist es so schwer, die immense Nachfrage mit dem nicht geringem Angebot zusammenzuführen? Wo und wie werden Räume zur Zwischennutzung beantragt?

Anderes Beispiel: das Wohnhaus an der Hoffeldstraße 98 in Flingern-Nord. Auch hier fragten wir nach, auch hier gab die Antwort der Verwaltung mehr Fragen als Antworten: der letzte Kontakt mit dem Eigentümer fand im Jahr 2004 (!) statt, als dieser einen Bauantrag auf Sanierung des Objekts stellte. Seitdem hat sich nichts getan, außer dass das Haus seit Jahren verbarrikadiert ist. Trotz Wohnungsnot und galoppierender Mietpreise wurde hier seit 7 Jahren nichts unternommen – unfassbar.

Deswegen werden wir auf der nächsten Sitzung einen Antrag stellen und die Verwaltung um Erläuterung bitten, damit für alle transparent wird, wo hier das Problem liegt. Es ist ein Trauerspiel, dass die Verwaltung allem Anschein nach so wenig dafür tut, dass es in Flingern und in Düsseltal mehr Freiräume für die zahlreichen Künstlerinnen und Künstler gibt und – wie im Fall auf der Hoffelstraße – so wenig unternimmt, wenn potentieller Wohnraum leer steht. Ich habe die Hoffnung, dass sich durch unsere Initiative etwas bewegt. Schließlich mangelt es weder am Engagement der Bevölkerung, noch am politischen Willen. Wir bleiben dran und freuen uns über Unterstützung!

 

Veröffentlicht unter Düsseldorf, Flingern | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar
Pages: 1 2 3 4 5 Next