KreativTour de Ruhr

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„Das Format soll wiederholt werden!“ war die einstimmige Meinung der Teilnehmer*innen der KreativTour de Ruhr, die sich verschiedene Möglichkeiten kreativer Quartiersentwicklung im Ruhrgebiet anschauten. Auf der Busfahrt über fünf Stationen im Ruhrgebiet haben sich Politiker verschiedener Ebenen – von der Stadt über die Region bis zum Bund – mit lokalen Akteuren und der freien Kreativszene über nachahmenswerte Projekte und deren Unterstützungsmöglichkeiten ausgetauscht. Die Fahrt war offen für alle interessierten Bürger*innen. Alle Stationen zusammengefasst spürten so insgesamt ca. 70 Personen die Atmosphäre der pulsierenden „Ruhrstadt“ und konnten neue Netzwerke knüpfen.

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Los ging es im Unionviertel Dortmund. Hier erlebten wir, wie aus einem alten Industrieareal ein kreativer Standort mit vielen Unternehmen werden kann und wie genossenschaftliche Prozesse positiv und langfristig in den Stadtumbau eingreifen können. Die Urbanisten, als gemeinnütziger Verein vor Ort, verdeutlichten uns in Dortmund anschaulich, wie wichtig lokale Initiativen vor Ort sind und was diese alles bewirken können.

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In Bochum informierten wir uns über Zukunftsstrategien im Bereich innerstädtischen Einzelhandel, insbesondere über die Bedeutung von kiezbezogenen Produkten und der City als Treffpunkt einer lebendigen Gesellschaft. Danach ging es zur Baustelle Musikforum, bei der wir das Profil des neuen Musikhauses in Abgrenzung zum Konzerthaus Dortmund und der Oper Essen diskutierten.

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In Essen stellte sich zuerst das Atelierhaus Schützenbahn 19/21 vor und wir diskutierten über dessen Zugangsmöglichkeiten und Wirkungen ins Quartier. Danach gingen wir mit Herrn Wiesemann zum Gecko-Haus und besichtigten auf dem Weg unterschiedliche Ateliers. In der Kreuzeskirche informierten wir uns über die Planungen und das Finanzierungskonzept des neuen Kulturortes bevor wir abschließend vor der geplanten Baustelleninszenierung ein Stück Kuchen genossen.

Weiter ging es in Bottrop im Zentrum für Information und Bildung. In der Innovation City Managementzentrale informierten wir uns über die Projekte, die im Rahmen der Klimamodellstadt laufen und welche Möglichkeiten zur Übertragung auf das Ruhrgebiet in Betracht kommen. Eine Rolle könnten dabei die Dutzend Bewerbungsunterlagen der Ruhrgebietsstädte für die damalige Ausschreibung, bei der Bottrop gewann, spielen, die in den Schubladen der Verwaltungen auf Umsetzung hoffen.

Abschließend fanden wir uns in Duisburg Ruhrort ein. Noch vor wenigen Jahrzehnten mit 145 Kneipen lebendiger Ort als Produkt der Industriewirtschaft heute ein durch Leerstand geprägtes Viertel mit hohem Entwicklungsbedarf. Eine kreative Aneignung durch verschiedene Vereine wie dem Lokal Harmonie oder der Gruppe Theorie und Praxis sowie durch verschiedene Künstler*innen lässt jedoch auf einen Aufschwung hoffen. Hier – so das Ergebnis der Diskussion – müssen unbedingt die Fördermöglichkeit der Initiativen vor Ort verbessert werden.

Beim gemeinsamen Ausklang an der Promenade am Lokal „zum Hübi“ wurden die gesehenen Projekte kreativer Stadtentwicklung reflektiert und beim Sonnenuntergang und kühlen Getränken auf das vielseitige und spannende Ruhrgebiet angestoßen.

Immer wieder wurde ich auf der Tour auf das Zitat von Dirk Elfers angesprochen. Es ist wirklich bedenklich wie viel Schaden er uns als Düsseldorfer zugefügt hat.

1 Kommentar

  1. Söhnigen, Irmgard sagt: Antworten

    Wie heißt der „Nochbürgermeister von Düsseldorf???
    So nicht = Dirk Elbers

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