Wissenschaftsausschuss besucht CERN

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Zusammen mit meinen KollegInnen Dr. Ruth Seidl und Arndt Klocke (Ausschussvorsitzender) besuchten wir mit dem Wissenschaftsausschuss den größten Teilchenbeschleuniger der Welt am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung). Das Forschungszentrum, das bereits 1954 gegründet wurde, liegt an der französisch-schweizerischen Grenze bei Meyrin im Kanton Genf. Generaldirektor Prof. Dr. Rolf Heuer freute sich, dass eine so teilnehmerstarke Delegation aus dem NRW-Parlament den Weg zum CERN gefunden hatte. Mit dabei war auch Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Wissenschaftsministerin Schulze und der Ausschuss des Landtags NRW IMG_2099 IMG_2097

Bei einem parlamentarischen Abend zu Beginn des Besuchs stellten die ProfessorInnen und DoktorandInnen aus NRW dem Ausschuss spannenden Projekte vor. Es sind Physiker der RWTH Aachen sowie der Unis Wuppertal, Siegen, Dortmund und Münster, die am Large Hadron Collider (LHC) arbeiten. Sie sind ebenfalls beteiligt am ATLAS-Experiment, mit dem das berühmte Higgs-Boson entdeckt wurde. Das Land NRW stellt einen finanziellen Beitrag bereit und sorgt so dafür, dass die Universitäten über eine funktionierende Forschungs-Infrastruktur verfügen.

Am CERN wird zwar in erster Linie Grundlagenforschung betrieben, die bei den Experimenten gemachten Innovationen führen jedoch regelmäßig zu konkreten Anwendungen in Medizin und Technik. So zum Beispiel die zukunftsweisende Protonentherapie, für die NRW gerade ein Forschungszentrum am Gesundheitscampus in Bochum errichtet. Und auch das World Wide Web, so wie wir es heute kennen, wurde am CERN entwickelt.

Am zweiten Tag unseres Besuchs bekamen wir einen wortwörtlich tieferen Einblick in die Arbeiten am CERN: Etwa 100 Meter unter der Erde konnten wir den LHC und den ATLAS-Detektor direkt begutachten. Neben der Besichtigung weiterer Einrichtungen und Forschungsräume gab es ausreichend Gelegenheit mit den ProfessorInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen über ihre Arbeit und den Alltag in einem internationalen Umfeld zu diskutieren. In einer abschließenden Diskussion konnten wir viele Anregungen mitnehmen, etwa wie Land und Bund den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Forschung noch besser unterstützen können.

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