Katzenkastration

UPDATE: Musterverordnung & Mehr Geld für Katzenkastration

Das Umweltministerium hat eine Musterverordnung und Verwaltungsvorschriften erarbeitet, um Städte und Gemeinden zu unterstützen, die noch keine Kennzeichnungs-, Registrierungs- und Kastrationspflicht erlassen haben. Damit gibt es nun eine rechtssichere Vorlage, um die für den Natur- und Tierschutz wichtige Maßnahme umzusetzen.

Außerdem wurde mit dem Haushalt 2016 das Finanzvolumen des sehr erfolgreichen Förderprogramms Katzenkastration, welches meist schon zur Mitte des Jahres ausgeschöpft war, auf über eine halbe Million Euro verdoppelt!

Freilaufende Katzen kastrieren: Tierleid mindern, die Natur schützen

Die Überpopulation von Katzen ist aus Sicht des Tierschutzes ein ernsthaftes Problem. Die einzelnen Katzen leiden unter Futtermangel und Verwilderung, da die Hauskatze nicht für ein Leben in der Wildnis geeignet ist. Unkastrierte Katzen können sich zwei- bis dreimal im Jahr fortpflanzen. Selbst bei einer konservativen Rechnung von drei überlebenden Kätzchen pro Wurf, die wiederum nach einem halben Jahr fortpflanzungsfähig sind, vermehrt sich die Population sprunghaft.
Im Sinne des Tierschutzes ist eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht sinnvoll. Katzenhalter*innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, sollen diese zuvor von einem Tierarzt bzw. einer Tierärztin kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Die tätowierten oder per Mikrochip gekennzeichneten Tiere sind in einer hierfür geeigneten Datenbank zu registrieren. Dauerhaft wird dies auch zu einer Entlastung der örtlichen Tierheime führen, die schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Mit § 5 der Zuständigkeitsverordnung Tierschutz NRW, in Kraft seit 15. Februar 2015, sind die Kreisordnungsbehörden ermächtigt, eine Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen gemäß § 13b Satz 1 bis 4 des Tierschutzgesetzes zu erlassen.

Weitergehende Informationen zum Förderprogramm Katzenkastration gibt es hier.

Musterantrag Katzenkastration