seit 2011 BA-Studium Religonswissenschaft am CERES an der Ruhr-Uni Bochum
2005-2011 Studium der ev. Theologie (kirchl. Examen) an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und an der Ruhr-Uni Bochum mit Studienaufenthalten in Marburg und Hamburg
Ich wünsche mir, dass die Forderung der GRÜNEN nach dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie endlich Wirklichkeit wird.
Die Gesundheit sollte das oberste Gebot sein.
Davon können Beschäftigte wie auch Gäste nur profitieren.
Hallo Herr Abel,
hinsichtlich der kommenden NRW-Wahl möchte ich Ihren Standpunkt zum Thema “Rauchverbot in der Gastronomie” erfahren.
Sind Sie der Auffassung “jedem das Seine” oder stehen Sie für das absolute Rauchverbot in allen Gaststätten ?
Über eine detaillierte Stellungnahme Ihrerseits würde ich mich freuen.
vielen Dank für Ihre Frage per Mail und als Kommentar. Damit alle sich ein Bild machen können, antworte ich Ihnen über die Kommentarfunktion.
Zu “Jedem das Seine” möchte ich zwei Dinge anmerken: mir ist der Ursprung aus der antiken Philosophie vertraut und bekannt, er kommt meines Wissens das erste Mal in Platons Politeia vor. Ich würde diesen Begriff aber aufgrund unserer deutschen Geschichte so nicht mehr nutzen, denn dieser Begriff stand über dem Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald. Auch wenn er missbraucht wurde und etwas anderes meint, sollten wir sehr behutsam damit umgehen, vielleicht können Sie das auch annehmen.
Der Sinn dieses Satzes passt auch überhaupt nicht zu Ihrer Frage: es geht hier um eigenverantwortliche Entscheidungen, um persönliche Freiheit. Beim Nichtraucherschutz geht es darum Menschen, die sich gegen das Rauchen entschieden haben vor den gesundheitlichen Auswirkungen des Passivrauchs zu schützen. Es geht also weder darum Raucher zum Abgewöhnen zu erziehen, noch um ein Verbot oder eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Persönliche Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen tangiert wird. Das ist beim Rauchen in geschlossenen Räumen nicht auszuschließen. Das bisherige Gesetz der alten schwarz-gelben Regierung hat zu viele Lücken, behandelt Wirte ungleich und zum Teil entstehen willkürlich erscheinende Regelungen. Deswegen treten wir, wie in anderen Bundesländern bereits erfolgreich praktiziert, für einen konsequenten Nichtraucherschutz ein. Die Ängste vieler Wirte kann ich durchaus verstehen und zum Teil nachvollziehen. Allerdings zeigen andere Länder, dass das befürchtete “Kneipensterben” ausgeblieben ist. Wir sollten also ruhig und sachlich die Erfahrungen aus anderen Bundesländern und europäischen Nachbarländern auswerten. Deswegen stehe ich zum GRÜNEN Wahlprogramm und zur Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie.
Weiter so!
Ich wünsche mir, dass die Forderung der GRÜNEN nach dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie endlich Wirklichkeit wird.
Die Gesundheit sollte das oberste Gebot sein.
Davon können Beschäftigte wie auch Gäste nur profitieren.
Hallo Herr Abel,
hinsichtlich der kommenden NRW-Wahl möchte ich Ihren Standpunkt zum Thema “Rauchverbot in der Gastronomie” erfahren.
Sind Sie der Auffassung “jedem das Seine” oder stehen Sie für das absolute Rauchverbot in allen Gaststätten ?
Über eine detaillierte Stellungnahme Ihrerseits würde ich mich freuen.
Mit freundlichem Gruß
Hildegard Adam
Sehr geehrte Frau Adam,
vielen Dank für Ihre Frage per Mail und als Kommentar. Damit alle sich ein Bild machen können, antworte ich Ihnen über die Kommentarfunktion.
Zu “Jedem das Seine” möchte ich zwei Dinge anmerken: mir ist der Ursprung aus der antiken Philosophie vertraut und bekannt, er kommt meines Wissens das erste Mal in Platons Politeia vor. Ich würde diesen Begriff aber aufgrund unserer deutschen Geschichte so nicht mehr nutzen, denn dieser Begriff stand über dem Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald. Auch wenn er missbraucht wurde und etwas anderes meint, sollten wir sehr behutsam damit umgehen, vielleicht können Sie das auch annehmen.
Der Sinn dieses Satzes passt auch überhaupt nicht zu Ihrer Frage: es geht hier um eigenverantwortliche Entscheidungen, um persönliche Freiheit. Beim Nichtraucherschutz geht es darum Menschen, die sich gegen das Rauchen entschieden haben vor den gesundheitlichen Auswirkungen des Passivrauchs zu schützen. Es geht also weder darum Raucher zum Abgewöhnen zu erziehen, noch um ein Verbot oder eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. Persönliche Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen tangiert wird. Das ist beim Rauchen in geschlossenen Räumen nicht auszuschließen. Das bisherige Gesetz der alten schwarz-gelben Regierung hat zu viele Lücken, behandelt Wirte ungleich und zum Teil entstehen willkürlich erscheinende Regelungen. Deswegen treten wir, wie in anderen Bundesländern bereits erfolgreich praktiziert, für einen konsequenten Nichtraucherschutz ein. Die Ängste vieler Wirte kann ich durchaus verstehen und zum Teil nachvollziehen. Allerdings zeigen andere Länder, dass das befürchtete “Kneipensterben” ausgeblieben ist. Wir sollten also ruhig und sachlich die Erfahrungen aus anderen Bundesländern und europäischen Nachbarländern auswerten. Deswegen stehe ich zum GRÜNEN Wahlprogramm und zur Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie.
Freundliche Grüße
Martin Abel